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German Grammar

CoreGram

Die Arbeitsgruppe Deutsche Grammatik entwickelt vollständig formalisierte und computerverarbeitbare Grammatiken für eine Reihe von Sprachen aus verschiedenen Sprachklassen mit einer gemeinsamen Kerngrammatik (zu einem Überblick siehe auch Müller, 2013). Einige sehr allgemeine Beschränkungen gelten für alle Sprachen, andere nur für Teilgruppen von Sprachen.

Zur Zeit arbeiten wir an folgenden Sprachen:

  1. Deutsch (germanisch, SFB 632, A6, Müller, 2007; Müller and Ørsnes, 2011),
  2. Dänisch (germanisch, DFG MU 2822/2-1, Ørsnes, 2009; Müller, 2009; Müller and Ørsnes, 2011; Müller and Ørsnes, In Vorbereitung),
  3. Persisch (indo-iranisch, DFG/ANR MU 2822/3-1, Müller, 2010, Müller und Ghayoomi, 2010),
  4. Maltesisch (semitisch, Müller, 2009),
  5. Mandarin Chinesisch (sinotibetisch, DFG MU 2822/5-1, Lipenkova, 2008; Müller and Lipenkova, 2009)
  6. Spanisch (romanisch, SFB 632, A6),
  7. Französisch (romaisch, SFB 632, A6),
  8. Jiddisch (germanisch, Müller und Ørsnes, 2011) und
  9. Hindi.
Die Entwicklung der Kerngrammatik erfolgt bottom-up, das heißt, wir gehen nicht von einer genetisch bestimmten Universalgrammatik im Chomskyschen Sinn aus und versuchen nicht sie in jeweils weiteren Sprachen zu finden. Stattdessen wird für jede Sprache erstmal versucht, die einzelsprachlichen Fakten adäquat zu erfassen und nur wenn sich herausstellt, dass es Gemeinsamkeiten mit anderen Sprachen gibt, werden entsprechende Generalisierungen formuliert. Teile dieses allgemein gültigen sprachlichen Wissens können durchaus Bestandteil einer UG im Chomskyschen Sinn sein, aber wir machen darüber keine Aussagen und das Projekt hängt auch nicht davon ab.

Die Kern-Peripherie-Unterscheidung wird für die Arbeit an einzelnen Sprachen nicht gemacht. Was zum Kern im hier relevanten Sinn gezählt wird, hängt lediglich davon ab, ob die Formulierung von bestimmten Beschränkungen für mehrere Sprachen sinnvoll ist oder nicht.

© 07.11.2009 Stefan Müller | Feedback |
Last modified: August 08, 2013, 9499 hits